Der Dritte im Bunde

Veröffentlicht auf von Yvonne

Wünsche und Träume braucht man im Leben um den alltäglichen Wahnsinn zu überstehen. Aber noch viel besser wird es wenn man sich so einen Wunsch einfach mal erfüllt. Wozu sonst sind Träume da wenn man nicht mal probiert sie zu erreichen??

 

Bei uns sind es die Autos die zum Träumen anregen. Lamborghini, Corvette, AMG-Mercedes lassen die Glückshormone rotieren. Wenn nicht gerade ein Geldsegen kommt oder einem "Die" Geschäftsidee in den Sinn kommt dann bleibt das leider auch ein Traum.

 

Nach einiger Zeit haben wir dann erkannt, dass es auch die "normaleren" Autos sind die einen zum Träumen bringen. Wir waren nun, weg von den sündhaft-teuren, bei Old- und Youngtimern gelandet. Hier kommt zugute, dass man auf einmal Autos wiedersieht die man schon lange nicht mehr gesehen hat und als Kind vielleicht schon bewundernswert fand. Dann heißt es auf einmal auf Messen und Youngtimer-Treffen "So einen hat mal mein Papa gefahren". Unsere Generation ist ansich noch zu jung um zu diesen Autos wirklich einen Bezug zu haben, aber viele haben es uns doch angetan. Die Formen von damals, die Faszination das es auch mit fast gar keiner zusätzlichen Technik geht. Und ganz wichtig: solche Youngtimer und auch ein paar der Oldtimer sind kostenmäßig gar nicht so weit entfernt.

 

Aber so ein Old- bzw. Youngtimer ist noch nicht ganz das Ziel unserer Träume. Wir wollten oben ohne fahren, uns den Wind um die Nase blasen lassen, Sonnenbrand auf der Rübe bekommen... Ein Cabrio

 

Aber was gibt es für schöne Cabrios?
Ein Ami? Mustang... etwas edleres? Mercedes SL... oder einfach etwas das zu uns passt? MX-5 !!!

 

Gespart hatten wir genug, bis dahin auch genug verzichtet. Es wird Zeit sich diesen Traum zu verwirklichen. Jetzt geht die Suche los. Zunächst ist erst einmal die Recherche dran. Welche Modelle gibt es mit welchen Ausstattungen, wie teuer im Unterhalt, was für Schwächen haben die Autos?

 

Nachdem das alles geklärt war und wir uns immer mehr für den kleinen begeisterten ging die Suche los. Das erste Auto stand in der Nähe von Hockenheim. Ein dunkelgrüner, etwas aufgemotzter: tiefer gelegt, sportlichere Alufelgen, Ledersitze, Rost... Der Händler der sich mit dem Auto auskannte war gerade auf dem Weg nach Italien, sein Kollege konnte uns aber nichts zu dem Auto sagen. Also auf eigene Faust das Auto inspiziert. Dank diverser Fernsehsendungen mit Gebrauchtwagentests wussten wir auch genau was wir da eigentlich so fachmännisch begutachten mussten: die Seitenschweller und Radläufe wurden auf Rost untersucht, die Spaltmasse auf gleichmäßigkeit überprüft (ein Indiz für einen Unfall), unter den Teppich im Kofferraum geschaut auf der Suche nach Wassereinbrüchen, am Öl geschnuppert und Hinweise auf Ölwechsel gesucht.

 

Unsere Euphorie war groß, auch wenn das Auto schon im Stand Mängel aufwies. Ein Frontschaden war, an dem nicht zu übersehenden riesigen Spaltmaß am Scheinwerfer zu erkennen. Rost war vorhanden, Ölwechselschild war nicht zu finden, kein Scheckheft. Egal, eine Probefahrt musste trotzdem sein. Verdeck auf und los ging es. Auf der Straße lag der kleine wie ein Gokart aber diese Geräusche.... Irgendwas schleift... die Bremsen taten auch einen sehr schlechten Job. In einer Nebenstraßen begutachteten wir sie... ein Graus, abgefahren und in schlechtem Zustand.
Wir haben den kleinen wieder zurück gebracht und uns erneut auf die Suche begeben.

 

In der Nähe von Heilbronn sollte einer stehen, in Dunkelblau. Sonntags fuhren wir hin und inspizierten ihn von außen. Ganz genau wurde der Rost gesucht, diesmal auch die Bremsen kontrolliert, Beulen und Dellen begutachtet, die Nase an den Scheiben plattgedrückt um vom Innenraum einen Eindruck zu bekommen.


Wir waren begeistert. Die Reifen brandneu, die Bremsen hielten auch noch und sahen sehr gut aus. Ein paar Dellen, aber das ist okay für so ein altes Auto.
Am Montag (wir hatten diesen Tag glücklicherweise frei und wollten ihn für einen Shopping-Ausflug nach Metzingen nutzen) fuhren wir dann erneut zu dem Autohaus und fuhren ihn Probe. Kein Kratzen, keine komischen Geräusche, Handling war sehr gut, er hing satt am Gas. Das beste: er war Scheckheftgepflegt.

 

 

Und so kamen wir nun zu unserem dritten Auto. Bis jetzt haben wir noch nichts bereut. Er soll uns auch in unseren Urlaub begleiten und uns nach Südfrankreich bringen.

 

 

 

 Auto 0165 Auto 0169

 Auto 0179 Auto 0219

Auto 0270

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Veröffentlicht in Rund um Autos

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P
<br /> Schön geschrieben. Steckt viel Wahrheit drin. Ich wünsche Euch viel Spass mit Eurem ...Zoom - Zoom...<br /> <br /> L.G. Papa<br /> <br /> <br />
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